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Keine Fahrstuhlmannschaft !

Der Zeitzer Außenangreifer Robert Girke hebt den Ball geschickt über das Netz in die gegnerische Hälfte. (BILD: RONNY KLÜGL)

VON JOACHIM BEYER – Die Volleyballer von Motor Zeitz streben den Klassenverbleib an. In der kommenden Saison wird die Oberliga stark wie noch nie sein. In dieser Saison habe die Mannschaft das Siegen wieder gelernt.

ZEITZ/MZ. „Wir möchten die Klasse halten. Wir wissen aber, dass es sehr schwer werden wird. Eine Fahrstuhlmannschaft wollen wir aber nicht werden.“ Das sagte Routinier und Mittelblocker Dirk Busch. Die Volleyballer von Motor Zeitz haben den sofortigen Wiederaufstieg in die Oberliga geschafft. Mit sensationell 18 Punkten Vorsprung erreichten die Rot-Schwarzen den Staffelsieg, den sie vorzeitig perfekt machten.

Erst mussten die Zeitzer einen Dämpfer einstecken. Das passierte gleich am ersten Landesliga-Spieltag, wo man gegen den heißesten Mitbewerber auf den ersten Platz Bitterfeld-Wolfen III 2:3 unterlag. Das schien für die Zeitzer im richtigen Moment ein Schuss vor den Bug gewesen zu sein. Denn von nun an spielten die Elsterstädter souverän auf. Dann wurde gegen die starken Leunaer in dessen Halle beim 3:2-Sieg noch ein Punkt abgegeben. Dagegen standen 14 Siege, die sicher gewonnen wurden. „Vielleicht war es gar nicht so verkehrt, dass wir das eine Jahr in der Landesliga gespielt haben“, glaubt Zuspieler Ronny Klügl. Die Mannschaft habe sich gefestigt, das Siegen wieder gelernt. „Wichtig war, dass wir zusammengeblieben sind, keine Abgänge zu verzeichnen hatten“, so der 1. Vorsitzende der Motor-Volleyballer Thomas Thierfelder.

„Unser Team ist eine verschworene Truppe“

Im Gegenteil, mit Bork Immisch sei ein Leistungsträger zurückgekehrt. Anders dagegen erging es Mitabsteiger PSV Halle, zu Oberligazeiten ein Angstgegner der Elsterstädter. Dieser Sechser wird in die Landesklasse durchgereicht. „Unser Team ist eine verschworene Truppe, die Spieler kennen sich schon Jahre, unternehmen gemeinsam viele Sachen.“ Das sagte Thierfelder.

Die Motor-Fans zeigen sich in Feierlaune. (BILD: RONNY KLÜGL)

In der kommenden Saison werde die Oberliga stark wie noch nie sein. „Sechs Mannschaften des Zehnerfeldes wollen am Ende Erster sein“, glaubt Christoph Jahr, der ebenfalls als Mittelblocker am Netz steht. Das seien Regionalliga-Absteiger Wittenberg, Oberliga-Staffelsieger Fortuna Ballenstedt, Volley Anhalt, Gardelegen, Rot-Weiß Weißenfels und Burg. Die Zeitzer können die gleichen Spieler aufbieten, die den klaren Landesliga-Aufstieg erreichten.

Für Immisch sollen viele Spielzeiten ermöglicht werden. Kapitän Michael Zimmermann sieht es so: „Wir müssen unbekümmert aufspielen. Es soll uns und den wieder erwarteten vielen Fans Spaß bereiten.“ Enttäuscht sind die Vorzeige-Volleyballer aus der Elsterstadt, dass die Heimstätte der Berufsbildenden Schulen nach Hochwasserschäden im Juni 2013 immer noch nicht zum Spielbetrieb fertig ist. Man müsse dann in der kleinen Halle am Platz der deutschen Einheit spielen und das würde für Zuschauerverluste sorgen. „Aber es bleibt bis zum Punktspielbeginn September Zeit, vielleicht geschieht doch noch ein Wunder“, hofft Jahr.

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Rot-Schwarz dominiert Liga

Motor, in der vorderen Spielhälfte, gewinnt in Wolfen beide Begegnungen. (BILD: RONNY KLÜGL)

VON JOACHIM BEYER – Landesliga-Spitzenreiter Motor Zeitz konnte beim Turnier in Wolfen den Aufstieg in die Oberliga perfekt machen. Die Mannschaft um Mannschaftskapitän Michael Zimmermann verlor bislang lediglich ein Saison-Spiel.

WOLFEN/MZ. Nach dem Landesliga-Turnier in Wolfen kannte beim klaren Spitzenreiter Motor Zeitz der Jubel keine Grenzen.

Drei Aufstiege: Vor zwölf Jahren ist Motor in die Landesklasse aufgestiegen. Es folgten danach sensationell weitere zwei Aufstiege, erst in die Landesliga und dann zur Oberliga. Mit Rang drei vor drei Jahren erlebten die Zeitzer den Höhepunkt ihrer Volleyball-Geschichte. Doch dann mussten sie bedingt durch Spielerabgänge kleinere Brötchen backen. Der Abstieg 2012/2013 traf die Zeitzer hart. Doch nun sind die Rot-Schwarzen wieder oben und bestreiten die zehnte Oberliga-Saison.

Die Zeitzer hatten mit zwei Siegen den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht. Das Team um Mannschaftskapitän Michael Zimmermann tanzte und jubelte mit den Fans und Betreuerstab ausgelassen in der Halle, die La-Ola-Welle wurde gezeigt. „Wir haben uns den Wiederaufstieg vom ersten Punktspieltag an auf unsere Fahne geschrieben. Dass wir so souverän den sofortigen Wiederaufstieg geschafft haben, das konnte man nicht erwarten.“ Das sagte der überglückliche 1. Vorsitzende der Motor-Volleyballer Thomas Thierfelder. Die Zeitzer verloren vor dem noch ausstehenden Abschlussspieltag nur ein Saison-Spiel.

Mannschaft blieb bestehen

Das passierte gleich am ersten Spieltag, wo man gegen den heißesten Mitbewerber auf den Staffelsieg Bitterfeld-Wolfen III 2:3 unterlag. Dann wurde gegen die starken Leunaer in dessen Halle beim 3:2-Sieg der Zeitzer noch ein Punkt abgegeben. Dagegen standen 14 Siege, die sicher gewonnen wurden. „Vielleicht war es gar nicht so verkehrt, dass wir das eine Jahr in der Landesliga gespielt haben“, glaubt Zuspieler Ronny Klügl. Die Mannschaft habe sich gefestigt, das Siegen wieder gelernt. „Wichtig war, dass wir zusammen geblieben sind, keine Abgänge zu verzeichnen hatten, so Thierfelder. Im Gegenteil, mit Bork Immisch sei ein früherer Leistungsträger zurückgekehrt. Anders dagegen erging es Mitabsteiger PSV Halle, zu Oberligazeiten ein Angstgegner der Elsterstädter. Dieser Sechser wird in die Landesklasse durchgereicht. „Unser Team ist eine verschworene Truppe, die Spieler kennen sich schon Jahre, unternehmen gemeinsam viele Sachen.“ Das sagte Thierfelder.

Immisch und Sieg fielen aus

Bereits vor dem ersten Aufschlag in Wolfen hatten die Zeitzer den Aufstieg fast in der Tasche. Bitterfeld-Wolfen III, auf Platz zwei stehend, verlor an diesem Spieltag beide Spiele, das Team hatte sich wohl bereits aufgegeben. Zeitz wollte gegen die Abstiegsanwärter VC Wolfen und Kleinpaschleben aber nicht verlieren, da man den Abstiegskampf nicht negativ beeinflussen wollte. Das gelang den Zeitzern, die ohne die erkrankten Bork Immisch und Michael Sieg antraten. Als Libero fungierte Pascal Thierfelder und im Angriff kam Robert Girke von Beginn an zum Einsatz. Beide enttäuschten nicht. Zimmermann freute sich: „Pascal hat einen guten Libero gespielt.“ Gegen Gastgeber Wolfen beherrschte der Oberliga-Aufsteiger klar die Partie, gewann 3:0. Im anschließenden Spiel wurde Kleinpaschleben 3:1 bezwungen. Nur im zweiten Satz hatten die Rot-Schwarzen einen Hänger, fingen sich aber wieder und ließen auch in diesem Vergleich nichts anbrennen.

Schaulaufen zum großen Finale

Nun haben die Zeitzer noch das Abschlussturnier am 15. März in Köthen vor der Brust. Dort nimmt der Staffelsieger Abschied aus der Landesliga. Es ist für den Aufsteiger eher wie ein Schaulaufen zum großen Saisonfinale. „Wir werden in Köthen volle Pulle spielen. Gegen Bitterfeld III haben wir eine Rechnung offen“, sagte Mittelblocker Christoph Jahr.

Zeitz: Michael Zimmermann, Pascal Thierfelder, Ronny Klügl, Marc Scheffel, Dirk Busch, Christoph Jahr, Erik Theil, Robert Girke.

Nach Frust ist Aufstieg das Ziel für Motor Zeitz

VON JOACHIM BEYER. Die Volleyballer vom Team Motor Zeitz wollen zurück in die Landesoberliga. Dass dies harte Arbeit wird, hat der erste Spieltag in der Landesliga bereits gezeigt. Die Zeitzer hatten vor allem Schwierigkeiten in der Annahme.

ZEITZ/MZ. „Unser Ziel ist der Wiederaufstieg in die Landesoberliga.“ Das sagte Abteilungsleiter Thomas Thierfelder von den Volleyballern von Motor Zeitz. Eine andere Zielstellung könne es für den Oberliga-Absteiger der Saison des Spieljahres 2012/2013 nicht geben. Dass dies kein Zuckerschlecken werde, hatte der erste Spieltag in der Landesliga bereits gezeigt. Beim Gastgeber Bitterfeld/Wolfen IV verloren die Zeitzer im Tiebreak 2:3 und gegen den anderen Mitabsteiger PSV Halle konnten die Rot-Schwarzen 3:0 gewinnen.

„Das Gesamtergebnis ist noch kein Beinbruch, da es jetzt für den Verlierer im fünften Satz einen Punkt gibt“, so Thierfelder. Die Zeitzer, bei denen Bork Immisch wieder bei Motor spielt, hatten Schwierigkeiten in der Annahme. Nun bereite man sich auf den ersten Heimspieltag am 19. Oktober in der Halle am Platz der deutschen Einheit intensiv vor. Da man durch die Hochwasserschäden in den Berufsbildenden Schulen dort nicht spielen kann, wird man in die kleinere Halle in Zeitz-Ost ausweichen. Das sei aber ein gar nicht so schlechtes Omen. „In dieser Halle haben wir damals unsere großen Erfolge gefeiert. Mit drei Aufstiegen in Folge, von der Kreisklasse bis zur Oberliga, sorgten wir für eine unvergessene Zeit“, schwärmt noch heute Thierfelder. Dieser erste Spieltag soll am 19. Oktober ein großes Volleyballfest werden. Thierfelder hofft auf eine große Zuschauerkulisse. Der Eintritt zu diesen beiden Begegnungen gegen HSG Merseburg und VC Wolfen ist frei. Das Turnier beginnt 10 Uhr. Es wird dabei ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Zeitzer Libero Alexander Schmidt geben, der in Merseburg arbeitet und nun bei der HSG spielt.

Die vergangene Saison stand nicht unter einem guten Stern für die Elsterstädter. Langzeitverletzte fehlten an allen Ecken und Enden. Das Problem auf der Liberoposition konnte nicht gelöst werden. Zudem war auch ein wenig Pech in dieser Saison dabei, viele Spiele wurden erst im Tiebreak verloren. „Bei dem neuem System wären wir auf jeden Fall in der Oberliga geblieben und hätten nun unsere zehnte Saison in der höchsten Spielklasse Sachsen Anhalts bestritten“, denkt Thierfelder wehmütig an die vergangene Spielzeit zurück. Und dann trat Bitterfeld/Wolfen III auf den Plan. Die auf einem Abstiegsplatz Rangierenden setzten mit Fabian Kämpf den Kapitän der Zweitbundesliga-Mannschaft ein. Mit diesem Spieler holte Bitterfeld/Wolfen III die nötigen Punkte zum Klassenerhalt. Damit musste Zeitz in den bitteren Apfel des Abstieges beißen.

Bitterfeld/Wolfen beschäftigte die Zeitzer bis kurz vor der Saison. Die Zweite aus Bitterfeld zog seine Mannschaft aus der Oberliga zurück. Und das nach dem offiziellen Meldetermin. „Das geschah, obwohl sich der Rückzug in Sachsen Anhalt lange herumgesprochen hatte“, sagte der Zeitzer Mittelblocker Christoph Jahr. Die Dritte gab ihr Spielrecht ab. Um die Fairness zu gewähren, stellt Jahr einen dementsprechenden Antrag für den Motor-Verbleib in der Oberliga an den Volleyballverband. Dieser wurde mündlich positiv bestätigt, aber eine Schiedskommission lehnte den Antrag der Zeitzer ab. „Wir sind über den Verband enttäuscht, dass wir den freien Platz in der Oberliga nicht bekommen haben“, so Jahr. Nun spiele man mit nur neun Mannschaften statt zehn im Oberhaus. „Nach dem Abschlussspieltag der Saison 2012/2013 vor 350 Fans in Zeitz erfreute sich Motor eines Zuwachses an Kindern und Jugendlichen, die mit sehr guten Trainern arbeiten“, schätzt Jahr ein. Diese Problematik sei keine gute Sache für die Nachwuchsförderung. Bitterfeld/Wolfen hätte sich den Oberligaplatz gesichert, um diesen dann kurzfristig abzugeben. „Die 250 Euro Strafe werden Bitterfeld/Wolfen nicht wehtun, uns kostete die Unentschlossenheit des Verbandes die Oberliga“, sagte der enttäuschte Jahr. Die Zeitzer möchten nach dem Frust aus der vergangenen Saison, vor allen wegen der treuen Fans, den Wiederaufstieg schaffen.