Nach Frust ist Aufstieg das Ziel für Motor Zeitz

VON JOACHIM BEYER. Die Volleyballer vom Team Motor Zeitz wollen zurück in die Landesoberliga. Dass dies harte Arbeit wird, hat der erste Spieltag in der Landesliga bereits gezeigt. Die Zeitzer hatten vor allem Schwierigkeiten in der Annahme.

ZEITZ/MZ. „Unser Ziel ist der Wiederaufstieg in die Landesoberliga.“ Das sagte Abteilungsleiter Thomas Thierfelder von den Volleyballern von Motor Zeitz. Eine andere Zielstellung könne es für den Oberliga-Absteiger der Saison des Spieljahres 2012/2013 nicht geben. Dass dies kein Zuckerschlecken werde, hatte der erste Spieltag in der Landesliga bereits gezeigt. Beim Gastgeber Bitterfeld/Wolfen IV verloren die Zeitzer im Tiebreak 2:3 und gegen den anderen Mitabsteiger PSV Halle konnten die Rot-Schwarzen 3:0 gewinnen.

„Das Gesamtergebnis ist noch kein Beinbruch, da es jetzt für den Verlierer im fünften Satz einen Punkt gibt“, so Thierfelder. Die Zeitzer, bei denen Bork Immisch wieder bei Motor spielt, hatten Schwierigkeiten in der Annahme. Nun bereite man sich auf den ersten Heimspieltag am 19. Oktober in der Halle am Platz der deutschen Einheit intensiv vor. Da man durch die Hochwasserschäden in den Berufsbildenden Schulen dort nicht spielen kann, wird man in die kleinere Halle in Zeitz-Ost ausweichen. Das sei aber ein gar nicht so schlechtes Omen. „In dieser Halle haben wir damals unsere großen Erfolge gefeiert. Mit drei Aufstiegen in Folge, von der Kreisklasse bis zur Oberliga, sorgten wir für eine unvergessene Zeit“, schwärmt noch heute Thierfelder. Dieser erste Spieltag soll am 19. Oktober ein großes Volleyballfest werden. Thierfelder hofft auf eine große Zuschauerkulisse. Der Eintritt zu diesen beiden Begegnungen gegen HSG Merseburg und VC Wolfen ist frei. Das Turnier beginnt 10 Uhr. Es wird dabei ein Wiedersehen mit dem ehemaligen Zeitzer Libero Alexander Schmidt geben, der in Merseburg arbeitet und nun bei der HSG spielt.

Die vergangene Saison stand nicht unter einem guten Stern für die Elsterstädter. Langzeitverletzte fehlten an allen Ecken und Enden. Das Problem auf der Liberoposition konnte nicht gelöst werden. Zudem war auch ein wenig Pech in dieser Saison dabei, viele Spiele wurden erst im Tiebreak verloren. „Bei dem neuem System wären wir auf jeden Fall in der Oberliga geblieben und hätten nun unsere zehnte Saison in der höchsten Spielklasse Sachsen Anhalts bestritten“, denkt Thierfelder wehmütig an die vergangene Spielzeit zurück. Und dann trat Bitterfeld/Wolfen III auf den Plan. Die auf einem Abstiegsplatz Rangierenden setzten mit Fabian Kämpf den Kapitän der Zweitbundesliga-Mannschaft ein. Mit diesem Spieler holte Bitterfeld/Wolfen III die nötigen Punkte zum Klassenerhalt. Damit musste Zeitz in den bitteren Apfel des Abstieges beißen.

Bitterfeld/Wolfen beschäftigte die Zeitzer bis kurz vor der Saison. Die Zweite aus Bitterfeld zog seine Mannschaft aus der Oberliga zurück. Und das nach dem offiziellen Meldetermin. „Das geschah, obwohl sich der Rückzug in Sachsen Anhalt lange herumgesprochen hatte“, sagte der Zeitzer Mittelblocker Christoph Jahr. Die Dritte gab ihr Spielrecht ab. Um die Fairness zu gewähren, stellt Jahr einen dementsprechenden Antrag für den Motor-Verbleib in der Oberliga an den Volleyballverband. Dieser wurde mündlich positiv bestätigt, aber eine Schiedskommission lehnte den Antrag der Zeitzer ab. „Wir sind über den Verband enttäuscht, dass wir den freien Platz in der Oberliga nicht bekommen haben“, so Jahr. Nun spiele man mit nur neun Mannschaften statt zehn im Oberhaus. „Nach dem Abschlussspieltag der Saison 2012/2013 vor 350 Fans in Zeitz erfreute sich Motor eines Zuwachses an Kindern und Jugendlichen, die mit sehr guten Trainern arbeiten“, schätzt Jahr ein. Diese Problematik sei keine gute Sache für die Nachwuchsförderung. Bitterfeld/Wolfen hätte sich den Oberligaplatz gesichert, um diesen dann kurzfristig abzugeben. „Die 250 Euro Strafe werden Bitterfeld/Wolfen nicht wehtun, uns kostete die Unentschlossenheit des Verbandes die Oberliga“, sagte der enttäuschte Jahr. Die Zeitzer möchten nach dem Frust aus der vergangenen Saison, vor allen wegen der treuen Fans, den Wiederaufstieg schaffen.

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