Rot-Schwarz dominiert Liga

Motor, in der vorderen Spielhälfte, gewinnt in Wolfen beide Begegnungen. (BILD: RONNY KLÜGL)

VON JOACHIM BEYER – Landesliga-Spitzenreiter Motor Zeitz konnte beim Turnier in Wolfen den Aufstieg in die Oberliga perfekt machen. Die Mannschaft um Mannschaftskapitän Michael Zimmermann verlor bislang lediglich ein Saison-Spiel.

WOLFEN/MZ. Nach dem Landesliga-Turnier in Wolfen kannte beim klaren Spitzenreiter Motor Zeitz der Jubel keine Grenzen.

Drei Aufstiege: Vor zwölf Jahren ist Motor in die Landesklasse aufgestiegen. Es folgten danach sensationell weitere zwei Aufstiege, erst in die Landesliga und dann zur Oberliga. Mit Rang drei vor drei Jahren erlebten die Zeitzer den Höhepunkt ihrer Volleyball-Geschichte. Doch dann mussten sie bedingt durch Spielerabgänge kleinere Brötchen backen. Der Abstieg 2012/2013 traf die Zeitzer hart. Doch nun sind die Rot-Schwarzen wieder oben und bestreiten die zehnte Oberliga-Saison.

Die Zeitzer hatten mit zwei Siegen den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht. Das Team um Mannschaftskapitän Michael Zimmermann tanzte und jubelte mit den Fans und Betreuerstab ausgelassen in der Halle, die La-Ola-Welle wurde gezeigt. „Wir haben uns den Wiederaufstieg vom ersten Punktspieltag an auf unsere Fahne geschrieben. Dass wir so souverän den sofortigen Wiederaufstieg geschafft haben, das konnte man nicht erwarten.“ Das sagte der überglückliche 1. Vorsitzende der Motor-Volleyballer Thomas Thierfelder. Die Zeitzer verloren vor dem noch ausstehenden Abschlussspieltag nur ein Saison-Spiel.

Mannschaft blieb bestehen

Das passierte gleich am ersten Spieltag, wo man gegen den heißesten Mitbewerber auf den Staffelsieg Bitterfeld-Wolfen III 2:3 unterlag. Dann wurde gegen die starken Leunaer in dessen Halle beim 3:2-Sieg der Zeitzer noch ein Punkt abgegeben. Dagegen standen 14 Siege, die sicher gewonnen wurden. „Vielleicht war es gar nicht so verkehrt, dass wir das eine Jahr in der Landesliga gespielt haben“, glaubt Zuspieler Ronny Klügl. Die Mannschaft habe sich gefestigt, das Siegen wieder gelernt. „Wichtig war, dass wir zusammen geblieben sind, keine Abgänge zu verzeichnen hatten, so Thierfelder. Im Gegenteil, mit Bork Immisch sei ein früherer Leistungsträger zurückgekehrt. Anders dagegen erging es Mitabsteiger PSV Halle, zu Oberligazeiten ein Angstgegner der Elsterstädter. Dieser Sechser wird in die Landesklasse durchgereicht. „Unser Team ist eine verschworene Truppe, die Spieler kennen sich schon Jahre, unternehmen gemeinsam viele Sachen.“ Das sagte Thierfelder.

Immisch und Sieg fielen aus

Bereits vor dem ersten Aufschlag in Wolfen hatten die Zeitzer den Aufstieg fast in der Tasche. Bitterfeld-Wolfen III, auf Platz zwei stehend, verlor an diesem Spieltag beide Spiele, das Team hatte sich wohl bereits aufgegeben. Zeitz wollte gegen die Abstiegsanwärter VC Wolfen und Kleinpaschleben aber nicht verlieren, da man den Abstiegskampf nicht negativ beeinflussen wollte. Das gelang den Zeitzern, die ohne die erkrankten Bork Immisch und Michael Sieg antraten. Als Libero fungierte Pascal Thierfelder und im Angriff kam Robert Girke von Beginn an zum Einsatz. Beide enttäuschten nicht. Zimmermann freute sich: „Pascal hat einen guten Libero gespielt.“ Gegen Gastgeber Wolfen beherrschte der Oberliga-Aufsteiger klar die Partie, gewann 3:0. Im anschließenden Spiel wurde Kleinpaschleben 3:1 bezwungen. Nur im zweiten Satz hatten die Rot-Schwarzen einen Hänger, fingen sich aber wieder und ließen auch in diesem Vergleich nichts anbrennen.

Schaulaufen zum großen Finale

Nun haben die Zeitzer noch das Abschlussturnier am 15. März in Köthen vor der Brust. Dort nimmt der Staffelsieger Abschied aus der Landesliga. Es ist für den Aufsteiger eher wie ein Schaulaufen zum großen Saisonfinale. „Wir werden in Köthen volle Pulle spielen. Gegen Bitterfeld III haben wir eine Rechnung offen“, sagte Mittelblocker Christoph Jahr.

Zeitz: Michael Zimmermann, Pascal Thierfelder, Ronny Klügl, Marc Scheffel, Dirk Busch, Christoph Jahr, Erik Theil, Robert Girke.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.